8. Tag – Tempio Pausania – Monte Limbara – Oschiri – Monti – Padru – Porto San Paolo – Heimflug von Olbia

Letzter Tag auf Sardinien, jetzt alleine, nachdem die übrige Gruppe am Vorabend schon mit der Fähre abgereist war. Frühstück wie am ersten Tag; übrigens das einzige Hotel der Tour, wo es wirklich Saft gab, sogar drei Sorten. Sonst war der „Saft“ nämlich eher gefärbtes, süßes Wasser. Das Hotel kann ich uneingeschränkt empfehlen, zumal auch das Entgegenkommen für diesen Tag deutlich über das hinaus ging, was ich erwartet hatte (dazu unten mehr).
Hotel Spereasole Maria Murta Blick nach Olbia
Ich hatte am Vorabend schon Tourüberlegungen angestellt und auch die Organisation mit Umziehen, Motorradklamotten einpacken etc. für die Abreise per Flieger nach dem Fahren überlegt und u. a. festgestellt, dass Gepäckunterbringung am Flughafen nicht möglich ist. Daher hatte ich am Vorabend nachgefragt, ob ich das Zimmer evtl. bis nachmittags behalten könnte; dann müßte ich nicht alle Klamotten rumfahren und könnte noch duschen und mich im Hotel umziehen. Wurde notiert, konnte aber erst morgens geklärt werden. Ich war also gegen 07.00 Uhr aufgestanden und hatte nach dem Frühstück erneut gefragt, die zuständige Person sollte aber erst um 08.00 Uhr erscheinen. Also schon mal etwas gepackt und die Tour in etwa geplant. Dann erhielt ich die Info, dass das Zimmer zwar wie gebucht geräumt werden müsse. Mein Gepäck könne aber bleiben und ich sollte nachmittags auch Gelegenheit zum Duschen und Umziehen bekommen. Das hörte sich doch schon mal gut an; ich konnte also ohne Gerödel auf die Piste.

Die Strecke verlief wie vorgesehen aus Olbia ins Landesinnere nach Tempio Pausania, wo es in der Nähe eine Straße auf den Monte Limbara gibt. Karten hatte ich dabei, aber die Orientierung funktionierte eher nach Schildern und grober Richtung; häufiger mal ist Ausschilderung nur einmalig oder gelegentlich.Auffahrt Monte Limbara Aus Olbia die richtige Strecke zu finden war gar nicht so einfach, trotz gelegentlicher Unsicherheiten unterwegs passte aber alles.
Die Straße auf den Monte Limbara ist streckenweise steil und weist vor allem am Anfang zahlreiche Spitzkehren dicht hintereinander auf (zum Teil nur ca. 50-100 m Abstand). Im mittleren Teil handelt es sich um eine bucklige, schmale Asphaltpiste, war aber nahezu kein Verkehr. Unterwegs waren mehrfach Aussichtspunkte beschildert, ich folgte einer Beschilderung, die mich ca. 1,5 km über eine Schotterpiste führte.

Piste zu einem Aussichtspunkt Monte LimbaraAussicht von der Auffahrt zum Monte Limbara

Aussicht gab es auch, aber einen Aussichtspunkt? Eher nicht, so dass ich schließlich umdrehte. Auf dem Gipfel ein irrer Antennenwald,

Antennenwald Gipfel Monte Limbarazum Teil wohl militärischer Natur, nicht schön, aber tolle Aussicht.

Aussicht vom Gipfel Monte LimbaraDie gleiche Strecke wieder runter und nach Oschiri, dort kurze Pause. Weiter über Monti nach Padru und dann Richtung Küste nach Gefühl und grober Richtung. Nach Erreichen der Küstenstraße Essenspause in Porto San Paolo kurz vor Murta Maria.

Blick auf Isla Tavolara von der Küstenstraße Nähe Porto San Paolo

Dann wieder zum Hotel, Gepäck war dort ordnungsgemäß aufbewahrt worden. Außerdem wurde mir die Nutzung eines neben dem Hotel gelegenen – und wohl als Zimmerreserve vorgesehenen – Raums gewährt, wo ich Duschen, mich in aller Ruhe umziehen und meine Klamotten umpacken konnte. Super, zumal es auch an diesem Tag wieder um die 30 Grad heiß gewesen war. Verlangt hat das Hotel für diese Zusatzleistung nichts; natürlich habe ich mich angemessen bedankt. Bis zum Zeitpunkt für die am Flughafen vereinbarte Rückgabe der Maschine habe ich mich – wie am Vortag, nur diesmal allein – auf die Terrasse vor das Hotel gesetzt, Kaffee getrunken und meine Reisenotizen vervollständigt. Schließlich die paar Kilometer zum Flughafen zur verabredeten Rückgabe, Motorrad ohne Probleme abgegeben, die auf Kreditkarte vorgebuchte Kaution wurde gelöscht. Über die Vermietung gab es nichts zu meckern bis auf die nicht ganz glatt gelaufene Anlieferung am Flughafen; letztlich war die Übergabe am Hotel vielleicht sogar besser.

Im Flughafen die knallvolle Rolle – diesmal hatte ich die Schlösser gleich in die Rolle gepackt – nochmal neu zusammengedrückt und verschlossen, Spanngurt zusätzlich angebracht. War ähnlich knapp wie auf der Anreise, Rolle wog aber 20,8 kg statt 16 kg… die Schlösser machten sich deutlich bemerkbar. Keine Probleme bei Checkin und Sicherheitskontrolle auch ohne Zwischenfall, bin gleich durch und zum Gate. Flug startete mit deutlicher Verspätung, egal. Damit endete eine wundervolle Tour; Sardinien ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel!

Tagesetmal: 213 km

Karte mit Tourverlauf 10.09.2011

Tourverlauf bei CheckMyTour:

[PG]

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